Abschlüsse

ohne Abschluss

Allgemeines Zeugnis

Ein Allgemeines Zeugnis wird jeweils am Ende der Sekundarstufe I und II erteilt, wenn ein sonderpädagogischer Förderbedarf in einem der Bereiche Lernen und Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung vorliegt und die Einfache Berufsbildungsreife nicht erreicht wird.

Rechtliche Grundlage (Zeugnisverordnung)

Abgangszeugnis

Verlässt ein Schüler oder eine Schülerin einen Bildungsgang, ohne dessen Ziel erreicht zu haben, und hat er oder sie bereits die Pflicht zum Besuch einer allgemeinbildenden Schule erfüllt, erhält er oder sie ein Abgangszeugnis auf der Grundlage des jeweiligen Leistungsstandes. Liegen zwischen dem Verlassen des Bildungsganges und dem letzten Zeugnis dieses Bildungsganges nicht mehr als acht Unterrichtswochen, werden die Noten dieses Zeugnisses in das Abgangszeugnis übertragen; hat er oder sie insgesamt nicht mehr als acht Wochen den Bildungsgang besucht, wird kein Abgangszeugnis ausgestellt.

Rechtliche Grundlage (Zeugnisverordnung)

Abschlusszeugnis

Ein Abschlusszeugnis wird erteilt, wenn der Schüler oder die Schülerin das Ziel des Bildungsganges erreicht hat. Das Ziel des Bildungsganges ist erreicht, wenn die letzte Jahrgangsstufe des Bildungsganges bis zum Schluss des Schuljahres besucht wurde und der Schüler oder die Schülerin Leistungen erbracht hat, die ohne den Ausgleich zur Versetzung führen müssen.

Rechtliche Grundlage (Zeugnisverordnung)

Einfache Berufsbildungsreife

Die Einfache Berufsbildungsreife (EinfBBR) wird am Ende der Klasse 9, am Ende des ersten Halbjahres oder am Ende des Schuljahres der Klasse 10 zuerkannt, wenn bis auf ein Fach in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen im Bereich grundlegender Anforderungen (G-Niveau) erbracht werden.

Die Leistungen in einer zweiten und einer dritten Fremdsprache und die Noten der Prüfungsleistung im Rahmen einer Abschlussprüfung bleiben unberücksichtigt. Eine mangelhafte Leistung in einem Fach, das nicht Gegenstand einer schriftlichen Abschlussprüfung ist, kann mit einer befriedigenden Leistung in einer Projektarbeit ausgeglichen werden.

Die Einfache Berufsbildungsreife (EinfBBR) kann auch aufgrund von Prüfungen am Ende von Klasse 10 erworben werden.

Rechtliche Grundlage (Oberschulverordnung)

Erweiterte Berufsbildungsreife

Die Erweiterte Berufsbildungsreife (ErwBBR) wird am Ende der Jahrgangsstufe 10 erworben, wenn

  1. bis auf ein Fach in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen im Bereich grundlegender Anforderungen (G-Niveau) im Zeugnis ausgewiesen sind. Wurde eine mangelhafte Leistung in einem Unterricht mit erweiterten Anforderungen (E-Niveau) erbracht, kann diese als ausreichend für den Erwerb der Erweiterten Berufsbildungsreife gewertet werden. Eine mangelhafte Leistung in einem Fach, das nicht Gegenstand einer schriftlichen Abschlussprüfung ist, kann mit einer befriedigenden Leistung in einer Projektarbeit ausgeglichen werden.
  2. nicht mehr als eine Note der Prüfungsleistung mangelhaft und keine Note der Prüfungsleistung ungenügend ist.

Rechtliche Grundlage (Oberschulverordnung)

Mittlerer Schulabschluss

Nach Abschluss der 10. Klasse an Oberschulen wird der Mittlere Schulabschluss (MSA) vergeben, wenn

  • in zwei Fächern am Unterricht mit erweiterten Anforderungen (E-Niveau) teilgenommen wurde,
  • mindestens ausreichende Leistungen in den Fächern mit erweiterten Anforderungen (E-Niveau) und mindestens befriedigende Leistungen in den Fächern mit grundlegenden Anforderungen (G-Niveau),
  • in integriert unterrichteten Fächern mindestens zweimal befriedigende Leistungen und sonst mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden und
  • nicht mehr als eine Note der Prüfungsleistung mangelhaft und keine Note der Prüfungsleistung ungenügend ist.

Eine der geforderten Noten darf um eine Stufe unterschritten sein. Eine mangelhafte Leistung in einem Fach, das nicht Gegenstand einer schriftlichen Abschlussprüfung ist, kann mit einer befriedigenden Leistung in einer Projektarbeit ausgeglichen werden.

Nach Abschluss der Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe kann am Gymnasium der MSA durch eine Prüfung erworben werden.

Rechtliche Verordnung (Oberschulverordnung)

GyO-Berechtigung

Nach Abschluss der 9. Klasse an Gymnasien wird eine Schülerin oder ein Schüler in die Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe zugewiesen, wenn zu erwarten ist, dass sie oder er in der Einführungsphase erfolgreich mitarbeiten kann. Die Entscheidung für eine Nichtversetzung in die Gymnasiale Oberstufe setzt folgende Notenbilder voraus:

  • die Note 6 in Deutsch, Mathematik oder Englisch,
  • die Note 6 in einem der übrigen Fächer in Kombination mit der Note 5 in einem weiteren Fach,
  • die Note 6 ohne Ausgleich,
  • die Note 5 in zwei der drei Fächer Deutsch, Mathematik oder Englisch,
  • die Note 5 in zwei Fächern ohne Ausgleich für beide Fächer oder
  • die Note 5 in drei oder mehr Fächern.

Nach Abschluss der 10. Klasse an Oberschulen wird der Mittlere Schulabschluss (MSA) mit Versetzung in die Gymnasiale Oberstufe vergeben, wenn

  • Teilnahme in drei Fächern am Unterricht mit erweiterten Anforderungen (E-Kurs) mit durchschnittlich mindestens Note 3, zwei dieser E-Kurse sind Deutsch, Mathematik oder Englisch
  • weitere E-Kurse im Durchschnitt mindestens Note 4
  • in den Fächern mit grundlegenden Anforderungen (G-Kurs) im Durchschnitt Note 2
  • in den integriert unterrichteten Fächern im Durchschnitt Note 3

Die Zeugniskonferenz kann von diesen Bestimmungen zugunsten der Schülerin oder des Schülers abweichen, wenn trotz eines nicht ausreichenden Notenbildes erwartet wird, dass sie oder er in der Einführungsphase des Gymnasiums insgesamt erfolgreich mitarbeiten kann.

Fachhochschulreife (schulischer Teil)

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife besteht aus einem schulischen und einem berufsbezogenen Teil.

Im berufsbildenden Bereich kann die Fachhochschulreife an Fachoberschulen oder der Zweijährigen Höheren Handelsschule erworben werden. Wer eine mindestens zweijährige für die Fachrichtung einschlägige Berufsausbildung oder eine Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren nachweist, kann innerhalb eines Jahres in Vollzeitform die Fachhochschulreife erwerben. Der Erwerb der Fachhochschulreife ist in bestimmten Ausbildungsberufen zudem im Rahmen einer Doppelqualifikation möglich. In diesem Fall wird neben dem Berufsschulunterricht an Zusatzunterricht sowie einer Zusatzprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife teilgenommen.

Im allgemeinbildenden Bereich kann der schulische Teil erworben werden, wenn

  • mindestens zwei Schulhalbjahre der Qualifikationsphase
  • vorgegebene Anzahl von Kursen mit einer bestimmten Mindestpunktzahl

der berufsbezogene Teil kann erworben werden, wenn

  • durch den Nachweis einer abgeschlossenen anerkannten Berufsausbildung
  • oder durch ein spezielles, vom Praktikantenamt genehmigtes, Praktikum.

Allgemeine Hochschulreife

In Bremen führen Gymnasien und Oberschulen mit gymnasialen Oberstufen nach 12 bzw. 13 Jahren zum Abitur. In den berufsbildenden Schulen kann das Abitur an den Beruflichen Gymnasien, im Rahmen eines Doppelqualifizierenden Bildungsgangs oder im 2. Bildungsweg an der Erwachsenenschule erworben werden.

Anrechnung als 1. Ausbildungsjahr

Berufsabschluss

Fachhochschulabschluss

Universitätsabschluss